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 Fassen gro.er Richtlinien oder Entscheidungen? 

Ist die Unfahigkeit eines Fuhrers dadurch bewiesen, da. es ihm nicht gelingt, die Mehrheit eines durch 
mehr oder minder saubere Zufalle zusammengebeulten Haufens fur eine bestimmte Idee zu gewinnen? 
Ja, hat denn dieser Haufe uberhaupt schon einmal eine Idee begriffen, ehe der Erfolg zum Verkunder 
ihrer Gro.e wurde? 

Ist nicht jede geniale Tat auf dieser Welt der sichtbare Protest des Genies gegen die Tragheit der Masse? 

Was aber soll der Staatsmann tun, dem es nicht gelingt, die Gunst dieses Haufens fur seine Plane zu 
erschmeicheln? 

Soll er sie erkaufen? 

Oder soll er angesichts der Dummheit seiner Mitburger auf die Durchfuhrung der als 
Lebensnotwendigkeit er- 

{087 Die Zerstorung des Fuhrergedankens} 

kannten Aufgaben verzichten, sich zuruckziehen, oder soll er dennoch bleiben? 

Kommt nicht in einem solchen Falle der wirkliche Charakter in einen unlosbaren Konflikt zwischen 
Erkenntnis und Anstand oder, besser gesagt, ehrlicher Gesinnung?Wo liegt hier die Grenze, die die 
Pflicht der Allgemeinheit gegenuber scheidet von der Verpflichtung der personlichen Ehre?Mu. nicht 
jeder wahrhaftige Fuhrer es sich verbitten, auf solche Weise zum politischen Schieber degradiert zu 


werden? Und mu. nicht umgekehrt jeder Schieber sich nun berufen fuhlen, in Politik zu "machen", da 
die letzte Verantwortung niemals er, sondern irgend ein unfa.barer Haufe zu tragen hat?Mu. nicht unser 
parlamentarisches Mehrheitsprinzip zur Demolierung des Fuhrergedankens uberhaupt fuhren? 

werden? Und mu. nicht umgekehrt jeder Schieber sich nun berufen fuhlen, in Politik zu "machen", da 
die letzte Verantwortung niemals er, sondern irgend ein unfa.barer Haufe zu tragen hat?Mu. nicht unser 
parlamentarisches Mehrheitsprinzip zur Demolierung des Fuhrergedankens uberhaupt fuhren? 

Oder vermeint man, vielleicht fur die Zukunft dieser Voraussetzung menschlicher Kultur entbehren zu 
konnen? Scheint sie nicht im Gegenteil heute notiger zu sein als je? 

Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritatsbestimmung die Autoritat der Person ablehnt und an 
deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sundigt es wider den aristokratischen Grundgedanken 
der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen 
Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkorpert zu sein braucht. 

Welche Verwustungen diese Einrichtung moderner demokratischer Parlamentsherrschaft anrichtet, kann 
sich freilich der Leser judischer Zeitungen schwer vorstellen, sofern er nicht selbstandig denken und 
prufen gelernt hat. Sie ist in erster Linie der Anla. fur die unglaubliche Uberschwemmung des gesamten 
politischen Lebens mit den minderwertigsten Erscheinungen unserer Tage. So sehr sich der 

{088 Die Ausschaltung von Kopfen} 

wahrhaftige Fuhrer von einer politischen Betatigung zuruckziehen wird, die zu ihrem gro.ten Teile nicht 
in schopferischer Leistung und Arbeit bestehen kann, als vielmehr im Feilschen und Handeln um die 
Gunst einer Mehrheit, so sehr wird gerade diese Tatigkeit dem kleinen Geist entsprechen und diesen 
mithin auch anziehen. 

Je zwergenhafter ein solcher Lederhandler heute an Geist und Konnen ist, je klarer ihm die eigene 
Einsicht die Jammerlichkeit seiner tatsachlichen Erscheinung zum Bewu.tsein bringt, um so mehr wird 
er ein System preisen, das von ihm gar nicht die Kraft und Genialitat eines Riesen verlangt, sondern 
vielmehr mit der Pfiffigkeit eines Dorfschulzen vorlieb nimmt, ja, eine solche Art von Weisheit lieber 
sieht als die eines Perikles. Dabei braucht solch ein Tropf sich nie mit der Verantwortung seines 
Wirkens abzuqualen. Er ist dieser Sorge schon deshalb grundlich enthoben, da er ja genau wei., da., 
ganz gleich, wie immer auch das Ergebnis seiner "staatsmannischen" Murkserei sein wird, sein Ende ja 
doch schon langst in den Sternen verzeichnet steht: er wird eines Tages einem anderen, ebenso gro.en 
Geist den Platz zu raumen haben. Denn dies ist mit ein Kennzeichen eines solchen Verfalls, da. die 
Menge gro.er Staatsmanner in eben dem Ma.e zunimmt, in dem der Ma.stab des einzelnen 
zusammenschrumpft. Er wird aber mit zunehmender Abhangigkeit von parlamentarischen Mehrheiten 
immer kleiner werden mussen, da sowohl die gro.en Geister es ablehnen werden, die Buttel bloder 
Nichtskonner und Schwatzer zu sein, wie umgekehrt die Reprasentanten der Majoritat, das ist also der 
Dummheit, nichts instandiger hassen als den uberlegenen Kopf. 

E
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wird auf das schlagendste die 
Wirkungslosigkeit derselben bestatigt. 

Denn alles, was sonst noch geschah, war ebenso ungenugend wie lacherlich. Die seelische 
Prostituierung des Volkes wurde nicht verhindert; man tat auch uberhaupt nichts zur Verhinderung. 

Wer aber geneigt ist, dies alles auf die leichte Schulter zu nehmen, der studiere nur einmal die 
statistischen Grundlagen aber die Verbreitung dieser Pest, vergleiche ihr Wachstum seit den letzten 
hundert Jahren, denke sich dann in diese Weiterentwicklung hinein  und er mu.te schon die Einfalt 
eines Esels besitzen, wenn ihm nicht ein unangenehmes Frosteln uber den Rucken liefe!Die Schwache 


und Halbheit, mit der man schon im alten Deutschland zu einer so furchtbaren Erscheinung Stellung 
nahm, darf als sichtbares Verfallszeichen eines Volkes gewertet werden. Wenn die Kraft zum Kampfe 
um die eigene Gesundheit nicht mehr vorhanden ist, endet das Recht zum Leben in dieser Welt des 
Kampfes. Sie gehort nur dem kraftvollen "Ganzen" und nicht dem schwachen "Halben". 

und Halbheit, mit der man schon im alten Deutschland zu einer so furchtbaren Erscheinung Stellung 
nahm, darf als sichtbares Verfallszeichen eines Volkes gewertet werden. Wenn die Kraft zum Kampfe 
um die eigene Gesundheit nicht mehr vorhanden ist, endet das Recht zum Leben in dieser Welt des 
Kampfes. Sie gehort nur dem kraftvollen "Ganzen" und nicht dem schwachen "Halben". 

Schon vor der Jahrhundertwende begann sich in unsere Kunst ein Element einzuschieben, das bis 
dorthin als vollkommen fremd und unbekannt gelten durfte. Wohl fanden auch in fruheren Zeiten 
manchmal Verirrungen des Geschmackes statt, allein es handelte sich in solchen Fallen doch mehr um 
kunstlerische Entgleisungen, denen die Nachwelt wenigstens einen gewissen historischen Wert 
zuzubilligen 

{283 Der Bolschewismus der Kunst} 

vermochte, als um Erzeugnisse einer uberhaupt nicht mehr kunstlerischen, sondern vielmehr geistigen 
Entartung bis zur Geistlosigkeit. In ihnen begann sich der spater freilich besser sichtbar werdende 
politische Zusammenbruch schon kulturell anzuzeigen. 

Der Bolschewismus der Kunst ist die einzig mogliche kulturelle Lebensform und geistige Au.erung des 
Bolschewismus uberhaupt. 

Wem dieses befremdlich vorkommt, der braucht nur die Kunst der glucklich bolschewisierten Staaten 
einer Betrachtung zu unterziehen, und er wird mit Schrecken die krankhaften Auswuchse irrsinniger und 
verkommener Menschen, die wir unter den Sammelbegriffen des Kubismus und Dadaismus seit der 
Jahrhundertwende kennenlernten, dort als die offiziell staatlich anerkannte Kunst bewundern konnen. 
Selbst in der kurzen Periode der bayerischen Raterepublik war diese Erscheinung schon zutage getreten. 
Schon hier konnte man sehen, wie die gesamten offiziellen Plakate, Propagandazeichnungen in den 
Zeitungen usw. den Stempel nicht nur des politischen Verfalls, sondern auch den des kulturellen an sich 
trugen. 

So wenig etwa noch vor sechzig Jahren ein politischer Zusammenbruch von der jetzt erreichten Gro.e 
denkbar gewesen ware, so wenig auch ein kultureller, wie er sich in futuristischen und kubistischen 
Darstellungen seit 1900 zu zeigen begann. Vor sechzig Jahren ware eine Ausstellung von sogenannten 
dadaistischen "Erlebnissen" als einfach unmoglich erschienen, und die Veranstalter wurden in das 
Narrenhaus gekommenen sein, wahrend sie heute sogar in Kunstverbanden prasidieren. Diese Seuche 
konnte damals nicht auftauchen, weil weder die offentliche Meinung dies geduldet, noch der Staat ruhig 
zugesehen hatte. Denn es ist Sache der Staatsleitung, zu verhindern, da. ein Volk dem geistigen 
Wahnsinn in die Arme getrieben wird. Bei diesem aber mu.te eine derartige Entwicklung doch eines 
Tages enden. An dem Tage namlich, an dem diese Art von Kunst wirklich der allgemeinen Auffassung 
entsprache, waren eine der schwerwiegendsten Wandlungen der Menschheit 

{284 Der Verfall des Theaters} 

eingetreten; die Ruckentwicklung des menschlichen Gehirns hatte damit begonnen, da. Ende aber 
vermochte man sich kaum auszudenken. 


Sobald man erst von diesem Gesichtspunkte aus die Entwicklung unseres Kulturlebens seit den letzten 
funfundzwanzig Jahren vor dem Auge vorbeiziehen la.t, wird man mit Schrecken sehen, wie sehr wir 
bereits in dieser Ruckbildung begriffen sind. Uberall sto.en wir auf Keime, die den Beginn von 
Wucherungen verursache
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